Wer ab Januar 2012 in Rente geht, muss länger arbeiten. Der Grund ist die Rente mit 67, beschlossen von der schwarz-roten Regierung. Allerdings spaltet die Rente mit 67 Deutschland in zwei Lager – das der Befürworter und der Kritiker. Und pünktlich zur Einführung der neuen Altersgrenze für den Wechsel in den Ruhestand versuchen beide Lager für ihre Sache Stimmung zu machen.
Linke wollen Rente mit 67 kippen
So hat die Linkspartei einen neuen Versuch gewagt und will die Rente mit 67 stoppen. Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Bundestags liegt ein Antrag der Linkspartei zur Aussetzung der Rente mit 67 vor. Grundlage des Antrags ist die Tatsache, dass weniger als zehn Prozent der 64-Jährigen einer versicherungspflichtigen Vollbeschäftigung nachgehen.
Für die Linkspartei entsteht aufgrund dieser Tatsache eine unhaltbare Situation, da betroffene Arbeitnehmer mit Abschlägen in den Ruhestand gehen, die bereits im März auf 0,9 Prozentpunkte wachsen können.
Ökonomen begrüßen Rente mit 67
Die Haltung der Linkspartei wird allerdings nicht überall geteilt. Die Befürworter einer Anhebung des Rentenalters sehen im Gegenzug sogar noch einen deutlichen Spielraum nach oben. So macht sich Allianzchef Michael Diekmann sogar dafür stark, dass das Renteneintrittsalter weiter steigt.
In den Augen der Betroffenen dürfte dies allerdings wie blanker Hohn klingen, da gerade die Vorstandschefs der deutschen Dax-Konzerne meist finanziell abgesichert in den Ruhestand starten. Für Arbeitnehmer und Beschäftigte sieht die Situation in einigen Branchen dagegen gänzlich anders aus. Angesichts der unterschiedlichen Ansichten dürfte die Rente mit 67 auch in Zukunft die Gemüter weiter erhitzen.